Elektromagnetische Strahlung, die auf einen Körper trifft, wird zu einem Teil an seiner Oberfläche reflektiert, ein weiterer Teil wird von ihm absorbiert, und der Rest durchdringt den Körper. Die einzelnen Anteile bei diesen Vorgängen variieren stark, je nach Beschaffenheit des Körpers und Wellenlänge der Strahlung. Zudem emittiert jeder Körper Strahlung in Abhängigkeit seiner Temperatur. Das abgestrahlte Spektrum wird auch Helligkeitstemperatur genannt. In der unteren Grafik ist die Strahlungsenergie der Sonne mit ihrer Oberflächentemperatur von 6000K (das Maximum im visuellen Spektralbereich) im Vergleich mit der Strahlungsenergie der Erde von 300K (Maximum im thermalen Infrarot) aufgezeigt. Darunter ist die atmosphärische Durchlässigkeit (bei wolkenlosem Himmel) dargestellt. Nimmt man die Atmosphäre als Körper so erkennt man, dass er im ultravioletten und fernen IR-Bereich nahezu undurchlässig ist, die Strahlung zum größten Teil absorbiert wird. Für den visuellen und den Mikro- und Radiowellenbereich stellt die Atmosphäre kaum ein Hindernis dar. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Durchlässigkeit EM-Strahlung ist die Streuung an kleinen Materieteilen (Aerosolen), wie Staub, Dunst u.ä., die ebenfalls stark von der Wellenlänge der Strahlung abhängt.