(Quelle: frei nach Albertz, Jörg (2001))

Infrarotsensoren

Der Spektralbereich von thermalem Infrarot reicht von 3-30 µm Wellenlänge. Thermale IR-Strahlung wird temperaturabhängig von jedem Körper emittiert und von passiven IR-Sensoren gemessen. Da Bestandteile der Atmosphäre (CO2, O3, H2O) thermales IR in bestimmten Spektralbereichen stark absorbieren, greifen die Sensoren nur Spektralfenster bei 3.5-4.1µm und 10-15.5µm ab (siehe Abb. rechts).

Das S/W-Bild (unten links) zeigt eine Satellitenaufnahme von MeteoSAT-9, aufgenommen im Infrarotbereich bei 10.8µm (IR108); hier ist die Wolkenverteilung gut zu erkennen. Die farbige Aufnahme (unten rechts) ist ein Mehrfarbenbild (RGB), das drei Kanäle um die Spektralbereiche 0.8, 10.8 und 12.0µm übereinander legt (VIS0.8, IR10.8, IR12.0). Hier sind unter den Wolken (rötlich) anhand der Temperatur deutlich kreisförmige Meeresströmungen (Eddies) zu erkennen. Ebenfalls sichtbar werden die Auftriebesgebiete (kaltes Tiefenwasser strömt an die Oberfläche) an der Westküste Südafrikas.

MeteoSAT Infrarotbilder; Erläuterung siehe Text oben (Quelle: EUMETSAT)