Integration optischer und SAR Erdbeobachtungsdaten für das Wattenmeermonitoring (TP4)

Das Wattenmeer an den Küsten der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks ist das größte zusammenhängende Wattgebiet der Welt. Der Deutsche Teil ist durch die Nationalparke Niedersächisches, Hamburgisches, und Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer geschützt. Seine Überwachung - sowohl im überfluteten wie im trocken gefallenen Zustand - ist durch die EU Wasserrahmenrichtlinie, die EU FFH und Vogelschutz Richtlinien (Natura 2000) sowie das Trilaterale Monitoring und Assessment Programm TMAP auf Europäischer Ebene festgelegt. Das Teilprojekt dient dazu, die aus diesen Richtlinien folgenden Berichtspflichten besser und effektiver erfüllen zu können.

Das Vorhaben hat zum Ziel, das Potenzial der Kombination von optischen multispektralen Satellitendaten (Landsat, ASTER, Rapid Eye) mit Radardaten (ENVISAT, TerraSAR-X und PALSAR) sowie in-situ Daten und vorhandener Hintergrundinformation (Habitate, DGM, …) zu untersuchen und ein synergistisches Klassifkationsverfahren für Wattenmeeroberflächen zu entwickeln.

Ziele des Projektes:

  • Optimierung des laufenden Wattenmeermonitorings
  • Integration der Daten neuer und zukünftiger nationaler und internationaler Sensoren (TerraSAR-X, PALSAR, Rapid Eye, EnMap, Tandem-X) in die Verfahren zum Wattenmeermonitoring
  • Anwendung entwickelter Klassifizierungsverfahren für optische Fernerkundungsdaten (Linear spektrale Entmischung) auf weitere Satellitendaten (unterschiedlicher räumlicher und spektraler Auflösung)
  • Entwicklung eines synergistischen Klassifikationsverfahrens, um durch die Kombination von optischen und Radardaten mit vor Ort gewonnenen Messdaten und Hintergrundinformationen einen Mehrwert an Informationen und dadurch eine verbesserte Klassifikation zu erzielen (Habitatkartierung).
    • Erweiterung des Klassifikationsverfahrens um zusätzliche Eingangsinformationen bzgl. des Ökosystems (DEM, Wahrscheinlichkeitskarten)
    • Erweiterung des Klassifikationsverfahrungs um Informationen aus Radaraufnahmen über die Rauhigkeit der Wattoberfläche
  • Aufbau eines pre-operationellen Services für das Niedersächsische, Hamburgische, und Schleswig-Holsteinische Wattenmeer

Die Arbeiten in diesem Projekt werden in enger Abstimmung mit den Nutzern durchgeführt. Die in einer „Hauptanwendergruppe“ zusammen gefassten Nutzer begleiten und bewerten das Projekt. Die Hauptanwendergruppe ist im Nutzerbüro organisiert. Im Rahmen dieses Teilprojekts werden fachliche Themen wie z.B. Validation und Bewertung der Ergebnisse mit den Nutzern bearbeitet.